Nr. 140 — Korrekturabzüge fürs Lektorat aus InDesign

Vielleicht kennt Ihr das ja auch. Ein Projekt ist fertig und geht zur letzten Überprüfung der Texte als PDF ins Lektorat (siehe Abb. 1).

Abb. 1 – Für eine größere Ansicht bitte auf das Bild klicken
Das Lektorat druckt das PDF aus und vermerkt seine Korrekturen auf den Ausdrucken. Diese Ausdrucke werden anschließend zurück gefaxt.
Problematisch wird dieser Workflow immer dann, wenn Text auf dunklen Flächen steht. Meistens sind die Korrekturen dann nicht mehr nachvollziehbar und es muss mit weißen Abdeckern gearbeitet werden (siehe Abb. 2).

Abb. 2 – Für eine größere Ansicht bitte auf das Bild klicken
Um das zu verhindern könnt Ihr Euch und dem Lektorat die Arbeit sehr viel leichter machen indem Ihr das PDF einfach ohne Bilder in SW und mit Schrift in 100% Schwarz aus InDesign heraus schreibt (siehe Abb. 3)

Abb. 3 – Für eine größere Ansicht bitte auf das Bild klicken
Dazu müsst Ihr folgendes tun:
1. Öffnet die Datei in InDesign von der Ihr ein PDF fürs Lektorat erzeugen wollt.
2. Öffnet dann den Druck-Dialog über das Menü [Datei] > [Drucken…] oder drückt [Apfel/Strg] + [P].
3. Im Drucken-Menü (siehe Abb. 2, Abb. 3) stellt ihr folgendes ein:
- Drucker: [Adobe PDF 9.0]
- Ausgabe > Farbe: [Composite-Grau]
- Bei [Text im Schwarzen] Häkchen setzten
Das bewirkt das farbiger Text auf Bildern nicht gerastert sondern in 100% Schwarz auf den grauen Flächen im PDF dargestellt wird.

Abb. 2
- Grafiken > Bilder > Daten senden: [Ohne]
Das führt dazu das die Bilder durch graue Flächen ersetzt werden.
Als letztes müsst Ihr jetzt noch auf [Drucken] klicken um das PDF zu erzeugen.

Abb. 3
Am 10. März 2010 um 19:49 Uhr
Liebes S&H-Team ( :-))) )
Die noch bessere, papierlosere und sicherere Methode für Korrekturen (vor allem, wenn es auch darum geht Textstellen und z.B. Eigennamen zu korrigieren) ist die Verwendung der Acrobat-Korrektur-Funktion, die mit entsprechender “Frei-”Schaltung durch den Ersteller auch mit dem kostenlosen Reader gemacht werden kann … Wer sich täglich mit den Handschriften seiner Redakteure herumärgert, wird wissen, was daran schlicht sch…e ist!
Außerdem bleibt dabei auch die Ansicht der Bilder für die Redakteure unverändert und auch Bildtexte können auf ihre Zuordnung zu Bildern etc. kontrolliert werden …
Liebe Grüße an den Rhein
Frank M. aus E.
Am 11. März 2010 um 09:24 Uhr
Hallo Frank,
ich gebe Dir völlig Recht! Der Weg über Acrobat ist natürlich der bessere. Aber aus meiner Erfahrung gibt es viele die diesen Workflow noch nicht verinnerlicht haben.
Schöne Grüße
Tim
Am 16. April 2010 um 22:26 Uhr
Also, ich kann dem nur zustimmen. Faxbasierte und vor allem eben handschriftliche Korrekturläufe sind schlicht und ergreifend eine Prozesskatastrophe und heute wirklich überflüssig: Acrobat bietet alles was das Herz begehrt um bis zum umfallen zu korrigieren. Das ist ganz besonders dann interessant, wenn z.B. mit Adobe FrameMaker gearbeitet wird: FrameMaker 9 kann nämlich PDF-Kommentare die z.B. mit dem “Textänderungen”-Werkzeug durchgeführt wurden auch wieder zurück in das Dokument importieren und als Track Changes markieren (ähnlich wie man das aus Word kennt). Das kann ernorm Zeit sparen.
Damit das digitale Review-Vorhaben nicht gleich am ersten besten Korrektor scheitert (”ich kann keine Anmerkungen machen - brauch man da die Vollversion?”) empfiehlt es sich, mit Acrobat Pro das PDF explizit auch für die Kommentierung im kostenlosen Adobe Reader freizuschalten.
Stefan Gentz
Am 20. April 2010 um 09:33 Uhr
Hallo Stefan,
vielen Dank für deinen Kommentar.
Eine Integration der FrameMaker Funktion wäre auch ein toller Fortschritt.
Ich hoffe das die neue CS Review in CS5 den Workflow von vielen verändern wird denn hier ist kein weiteres Werkzeug außer einem Browser von Nöten um Korrekturläufe durchzuführen.
Gruß
Tim